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Spatenstich fĂĽr den Neubau des Naturkindergartens Lerchennest

Strahlende Kinderaugen und mit einer Schaufel ausgestattete Kindergartenkinder, dies war beim Spatenstich für das neue Gebäude des Naturkindergarten Lerchennest zusehen. Mit großer Begeisterung schaufelten die angehenden Schulkinder den Sandhaufen weg. Der Spatenstich war der offizielle Startschuss für den Neubau der Naturkita. Der Träger PariAktiv hofft bis zum Mai 2023 das bisherige Provisoium am Kleiberweg verlassen zu können und in das neue in Holztafelbauweise errichtete Gebäude umziehen zu können.

2017 startete der Naturkindergarten Lerchennest als zweigruppige Kindertageseinrichtung. Schnell kam eine dritte Gruppe hinzu und der Kindergarten wuchs stetig weiter. Aktuell besuchen 54 Kinder das Lerchennest, künftig werden es im neuen Gebäude 74 Kinder sein. Die fünfgruppige Einrichtung wird künftig über zwei Waldgruppen, zwei Regelgruppen in und rund um das Gebäude sowie eine U3-Gruppe verfügen. Nach Freigabe der Baustraße konnte nun pünktlich mit dem Bau begonnen werden. Somit entsteht das erste Gebäude im Baugebiet Lerchenweg.

Das Grundstück, angrenzend an das bislang bereits genutzte Waldgebiet, ist 4.004 Quadratmeter groß. Das in Holztafelbauweise und mit Gründach und Photovoltaikanlage geplante Gebäude wird über eine Nutzfläche von 795 Quadratmeter verfügen. Der Naturkindergarten wird eine eigene Küche erhalten, in der künftig 80 Mahlzeiten täglich zubereitet werden. Im Zentrum des Lerchennest wird ein sechs Meter hoher Mehrzweckraum stehen, der über ein Lichtband belichtet und belüftet wird. Die Schlafräume werden in einem separaten und somit ruhigeren Bereich des Naturkindergartens liegen. Auch das Erzieherinnenteam wird künftig von 14 auf 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgestockt.

Nach ersten Gesprächen im Jahr 2018 wurden die Planungen ab Mai 2020 konkretisiert um das Gebäude mit einem Energieeffizienzstandard 40 zu realisieren. „Der Spatenstich für eine neue Kita ist etwas Besonderes. Wir haben uns viel Zeit für die Entwicklung des Konzeptes genommen und viele Gespräche mit allen Beteiligten geführt. Nun ist es endlich soweit“, betonte die Geschäftsführerin des Trägers PariAktiv, Kerstin Weitemeier. Bei dem Bau setzt die Geschäftsführerin bewusst auf handwerkliches Know-How aus der Region und hat möglichst viele örtliche Firmen beauftragt. Rund 80 Prozent der Firmen haben ihren Sitz im Umkreis von 30 Kilometer und die Hälfte der beauftragten Firmen kommt direkt aus dem Delbrücker Land.

„Noch sind nicht alle Ausbaugewerke vergeben, aber wir sind auf einem guten Weg und hoffen, trotz schwieriger Situation am Bau, den Zeitplan einhalten zu können. Noch passt alles gut zusammen“, betonte Architektin Christina Metzner vom Büro Hüllmann, die auch die Abstimmung mit dem Lerchennest-Team um Melanie Alliger als sehr gut bezeichnete. Auch Fachbereichsleiter Manuel Tegethoff gratulierte zum Spatenstich. „Auch ich bin froh, dass der Neubau startet“, so Tegethoff, der allerdings in Delbrück-Mitte noch einen Restbedarf bei Kindergartenplätzen sieht.

Pari-Sozial stemmt ökologisches Vorzeige-Projekt aus eigenen Mitteln

80 Kinder bekommen ein neues Lerchennest

Delbrück. Mit der Realisierung des Neubaugebiets Lerchenweg rückt auch der Baubeginn des Naturkindergartens „Lerchennest“ näher. In unmittelbarer Nähe des bereits jetzt durch die Kindergartenkinder genutzten Waldgebiets wird nach Freigabe der Baustraße, etwa im März 2022, ein Neubau für eine dreigruppige Kita sowie zwei Waldgruppen entstehen. Die Baugenehmigung für das ökologische Bauvorhaben liegt jetzt bereits vor. Die Baukosten sind mit gut 1,9 Millionen kalkuliert, die von Pari-Sozial aus eigenen Mitteln gestemmt werden.

Im September 2017 nahm der Naturkindergarten mit zwei Gruppen seinen Betreib auf. Eine Ü3-Gruppe hält sich dabei, außer bei Wetterunbilden, im Wald auf, eine U3-Gruppe hält sich überwiegend am Gebäude auf und unternimmt Ausflüge in den Wald. Ab August 2019 wurde eine zweite Waldgruppe eingerichtet, die in die vielseitigen Facetten des Walds eintaucht. Mit dem Neubau auf einem 4.004 Quadratmeter großen Grundstück entsteht eine insgesamt fünfgruppige Einrichtung.

Erste Gespräche zum Neubau fanden bereits vor drei Jahren statt, im Mai 2020 erfolgte dann der konkrete Planungseinstieg. Dabei entstand ein für das Delbrücker Land wohl einmaliges Gebäudekonzept, dass ideal zu einem Naturkindergarten mit dann 80 Kindern passt. Das künftige „Lerchennest“ wird in Holzrahmbauweise errichtet und bietet eine Nutzfläche von 795 Quadratmetern, die das vom Landesjugendamt geforderte Raumprogramm eines Regelkindergartens abdeckt. „Wir haben uns viel Zeit genommen, um alle Eventualitäten zu durchdenken und eine für uns optimale Lösung zu finden“, so die Geschäftsführerin von Pari-Sozial, Kerstin Weitemeier aus Delbrück. Gemeinsam mit dem Kindergartenteam und Architektin Christina Metzner vom Architekturbüro Hüllmann entstand ein maßgeschneidertes Gebäudekonzept, dass ab Baubeginn binnen zehn bis zwölf Monaten umgesetzt wird.

„Die Herausforderung war, das Naturkonzept des Kindergartens mit Kennenlernen des Waldes und Erleben im Wald, in die Planung des Gebäudes einfließen zu lassen. So entstehen nun Räumlichkeiten für drei Regelgruppen mit allen notwendigen Räumen sowie Schutzräumen für zwei Waldgruppen“, hat sich Architektin Christina Metzner tief in das Naturkonzept eingearbeitet, was der nun genehmigten Planung anzumerken ist. Ein innenliegender Mehrzweckraum mit Oberlichtern kann von der „Piazza“ abgeteilt werden. Außerdem wird durch Anordnung der Schlafräume in einem separaten Bereich besondere Ruhe ermöglicht. Die zwei großen Garderobendeelen sind weiterhin zwei wichtige zentrale Gedanken des Teams, die in die Planung eingeflossen sind. Die Architektin dankt der Stadt Delbrück an dieser Stelle für die schnelle und unkomplizierte Bearbeitung und Genehmigung des Bauvorhabens.

Das „Holzhaus“ wird den Energieeffizienzstandard 40 nach Bundesförderung für effiziente Gebäude erfüllen. Das Gebäude wird mit einem Gründach sowie eine Photovoltaikanlage versehen. Die Photovoltaikanlage dient der Eigenstromversorgung des „Lerchennest“. „Einer der Hauptenergieverbraucher wird sicher unsere Küche werden, da wir eine Mischküche zur Selbstversorgung einrichten werden, die für täglich 80 Mahlzeiten ausgelegt ist“, so die Leiterin des Lerchennests, Melanie Alliger.

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